Wahrscheinlich nennen sie ihn so, damit sie nach den gspaßigen Faschingswochen endlich wieder voll auf die Politkonkurrenz hindreschen können, sieht man ja.
Ein „politischer“ ist nicht so cool, hingegen hätte der Apokalyptische Gründonnerstag bestimmt seinen Reiz, grad rund um die österliche Auferstehung.
Wie auch der aufreibende Psychosomatische Karfreitag oder der Vegane Palmölsonntag, an dem es gratis Nutella gibt.
So käme man auch sonst maximal reißerisch durchs ganze Jahr:
Christi Pimmelfahrt z. B. besticht als perfekte Erleuchtungschance allzu patriarchalisch disponierter Männer, Mariä Verhängnis wieder wäre der ideale Protesttag wütender Feministinnen.
Unschlagbar bleibt aber das Atheistische Allerheiligen mit den vielen nicht gezündeten Friedhofskerzen zu Allerseelen, das jetzt ein „Populistisches Allerseelen“ ist – wegen der vielen Leichen, die trotz Wahlversprechen dann doch nicht wählen gehen dürfen.
Und damit schließt sich wieder (gleich nach dem Neoliberalen Stefanitag) der Kreis zum „Politischen Aschermittwoch“.
Was für ein interessantes Jahr für die „Zeit im Bild“!